Montag, 8. Oktober 2012

Jasper Area


Die letzten Tage haben wir in und um Jasper verbracht und hatten dort eine tolle Zeit und super gutes Wetter! Am Samstag haben wir dann auch noch richtig schön Geburtstag gefeiert!  Abends waren wir in einem richtig urigen Pub auf der Main Street.




Die Nächte haben wir auf dem Whistler Campground, der mitten im Jasper National Park integriert ist, verbracht. Von den angekündigten Grizzlys haben wir keinen gesehen, aber am Morgen kam gleich mal ein Wolf vorbei!

Bei einem Ausflug in den Maligne Canyon hatten wir dafür hautnahe Begegnungen mit einem Bighornschaf, einem Kojoten und einer ganzen Caribou-Herde.
Ob sie sich schon für die nahende Saison sammeln und stärken? Solches Reindeer zieht ja zur Weihnachtszeit bekanntlich immer den Schlitten von Santa Claus ;-)


Maligne Canyon





Der Medicine Lake zeigte sich uns zu der Jahreszeit fast völlig leer; das Wasser des abflusslosen Sees versickert und fließt durch ein unterirdisches System von Höhlen in den Maligne River.


Medicine Lake





Maligne Lake



Heute früh haben sich dann unsere Wege für zwei… drei Tage getrennt. Manni und Rosalinde bleiben noch in den Rockies, doch wir sind nach Edmonton weiter gefahren, um dort Herta und Heinz zu besuchen, die vor über 30 Jahren bei mir die Begeisterung für Kanada geweckt haben.
Auf der Fahrt hierher (365 km) ging es auf dem Yellowhead Hwy  zunächst noch durch den Jasper NP am Athabaska River entlang, an den tiefgrünen Seen Jasper Lake und Talbot Lake vorbei bis Pocahontas.
Ab Hinton sind wir ein Stück nach Norden auf der „Scenic Route to Alaska“ gefahren, um den Beginn neuer Träume zu leben…..
Und dann ging der Hwy stundenlang durch endlose Wälder, genauso wie ich mich von vor 30 Jahren erinnert habe.

Jasper NP


Bis Edmonton sind wir jetzt fast genau 2000 km gefahren und die Hälfte unserer Reisezeit ist schon wieder vorbei . . .

Viele Grüße an euch  a l l e  aus KANADA !



Sonntag, 7. Oktober 2012

Icefields Parkway





Bei strahlendem Sonnenschein ging es am nächsten Morgen auf den Icefields Parkway, „the most beautiful road“, wie auf der Infobroschüre steht, eine der „Traumstraßen der Welt“.

Bow Lake
 

Während einer Wanderung am Bow Lake und zum Bow Canyon hatten wir herrlichstes Wetter und konnten nach und nach Mütze und Handschuhe ausziehen. 

Bow Lake

Bow Canyon



Vom Bow Summit aus haben wir die herrliche Aussicht auf den Peyto Lake genossen, vorher mussten wir aber über einen vereisten Pfad durch einen total verschneiten Winterwald laufen.




 
Ein weiteres Highlight am Parkway war der Mistaya Canyon, der uns immer wieder fasziniert und einen besseren Ausdruck als „water at work“, wie auf der Tafel am Eingang steht, gibt es einfach nicht.



Unser Tagesetappen- und Übernachtungsziel war dann Columbia Icefield. In der Nacht hatten wir auf dem RV-Platz nächtliche Spitzentemperaturen von minus 15 Grad!!!




 
Nach dem Frühstück mit unbezahlbarer Aussicht auf den in Morgenlicht getauchten Gletscher, dann ging es weiter über die Traumstraße





Um die Mittagszeit kamen wir zu den Sunwapta Falls, dort sind auf einem wunderschönen, natürlichen Trail durch den Wald von den Upper Falls zu den Lower Falls gewandert und wieder haben wir nach einiger zeit festgestellt, dass wir viel zu warm angezogen sind. Trotz der „arktischen“ Kälte in der Nacht wird es tagsüber wohltuend warm.











 Am Nachmittag erreichten wir ein weiteres Highlight: die Athabasca Falls. Obwohl sie wieder unglaublich beeindruckend in die Tiefe stürzten, haben wir uns doch gewundert, wie wenig Wasser es diesmal war. Aber es ist Herbst und bis zur nächsten Schneeschmelze noch weit hin!








 

An unserem nächsten Übernachtungsplätzchen trafen wir am Spätnachmittag, kurz vor Sonnenuntergang, ein: Whistler Campground, kurz vor Jasper. Schon beim einchecken warnte uns die freundliche Lady, nur ja keine Essensreste außerhalb des RV’s stehen zu lassen, da sich zur Zeit zwei Grizzlys auf dem Platz aufhalten würden!!!





Samstag, 6. Oktober 2012

Canadian Rockies


Bis Lake Louise sind wir genau 1200 km gefahren und haben eine Zeitgrenze überschritten, wir leben jetzt in der Mountain Standard Time und haben nur noch 8 Std. Zeitunterschied nach Deutschland.

Die Canadian Rockies haben uns mit Schnee und Temperaturen um 0 Grad empfangen. Beim Spaziergang am Lake Louise fing es schon an zu schneien und später auf dem Hwy 1 Richtung Banff kamen wir in regelrechtes Schneetreiben.





 

Am nächsten Morgen hatten wir dann richtiges „winter wonderland“!


Banff Tunnel Campground










Auf der 1A sind wir dann zurück nach Lake Louise gefahren und haben Zwischenstopps am Lake Minnewanka und im Johnson Canyon eingelegt.

Lake Minnewanka


Johnson Canyon

 

Auf dem Lake Louise Campground hatten wir dann ein richtig schönes Barbecue und haben uns in der eiskalten, sternenklaren Nacht fröhlich mit Punsch am Lagerfeuer gewärmt…


 

….. und am nächsten Tag haben wir von anderen Campern erfahren, dass sich am Abend ein Grizzly auf dem Campingplatz herumgetrieben hat!!!

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Beautiful British Columbia

Vancouver Inner Harbour

Mehr als eine Woche sind wir nun schon unterwegs und in dieser Zeit quer durch British Columbia gefahren, vom herbstlichen Vancouver bis zum verschneiten Kicking Horse Pass.
Internet hatten wir unterwegs kaum oder gar nicht, da wir eigentlich immer auf Provincial Park Campgrounds waren, die ausnahmslos in landschaftlich wundervollen Gegenden in unberührter Natur liegen und natürlich nicht über WiFi verfügen.
Jetzt sitzen wir in der Public Library von Banff und schau’n mal, ob es klappt!

 
Nachdem wir Vancouver verlassen hatten war unser nächstes Etappen-Ziel Hope und dann den wilden Fraser River entlang.

Fraser River
Campground am Fraser

 
Bei Cache Creek treffen sich der aus dem Norden kommenden Fraser River und der Thompson River, dem wir nun einige Zeit gefolgt sind. Immer wieder faszinierend: die endlosen Züge, die sich an den schroffen Felswänden am Flussufer entlang schlängeln. 149 Waggons haben wir einmal gezählt!

Thompson River


Auf der Fahrt durch die Columbia Mountains wurde das Tal bei Salmon Arm und Sicamous dann weiter und grüner.


 
Bei einer Wanderung auf einem Trail am Eagle River platschte es plötzlich kräftig neben uns. Als wir um das Buschwerk zum Flussufer hin herumgegangen waren, schlug sich auf der gegenüberliegenden Seite gerade ein Schwarzbär in die Büsche. Glück gehabt, dass er sich nicht unsere Uferseite ausgesucht hatte!


 
Es muss überhaupt ein bärenreiches Jahr sein oder an der Jahreszeit liegen: In den Tagen zuvor hatten wir schon vom Auto aus einige Bärenbegegnungen und in den Visitor-Centern hängen Warnschilder:





 

Ab Revelstoke wurden die Täler dann wieder enger und die Berge höher.

Trans Canadian Highway
 
Wir kamen durch den Revelstoke NP, den Glacier NP und den Yoho NP, über den Rogers Pass und den Kicking Horse Pass. 


Revelstoke National Park

Columbia River
 
Der Emerald Lake und die Gegend um die Natural Bridge zeigten sich uns noch herbstlich, dann fing es an zu stürmen und zu regnen und wir haben Zuflucht auf dem Kicking Horse Provincial Park Campground gesucht. Ein malerischer Platz, auf dem außer uns auch noch andere Besucher weilten.

Emerald Lake



Natural Bridge

Kicking Horse River



 

Und als wir früh aufgewacht sind, waren die Berge rings umher wie mit Puderzucker bestäubt.