Donnerstag, 9. Februar 2017

Tamiami Trail


Der Tamiami Trail ist eine unserer Lieblingsstraßen überhaupt von allen unseren bisherigen Reisen, gell Hartmut? "Ja- er ist einzigartig! Nirgendwo bist du so nah dran an den Alligatoren!"

Als wir gestern die Keys hinter uns gelassen hatten, haben wir uns viel Zeit genommen, ganz gemütlich diese faszinierende Straße mitten durch die Everglades zu fahren. Man kann sich gar nicht satt sehen an der wunderbaren Natur. Leider gibt es eigentlich keine Haltepunkte, so dass man aus dem Fenster raus fotografieren muss.


 
Hier kommen einfach ein paar Eindrücke von der Fahrt. Manchmal müsst ihr schon genau hin schauen und auch ein bisschen suchen - aber das mussten wir ja auch;-)











Bei den Indianern, die hier in Reservaten wohnen, leben die Gater praktisch vor der Haustüre



Und am Visitor Center kann man sie vom Boardwalk aus beobachten - praktisch für alle, die keinen Beifahrer dabei haben ;-)





Am Abend waren wir dann wieder auf einem wunderschönen State Park Campground,






haben gegrillt und konnten lange draußen sitzen. In der Nacht gab es dann einen richtig heftigen Gewitterregen, aber am Morgen war die Luft wieder klar und der Himmel blau.



Bei herrlichstem Wetter sind wir zwischen Venice und Sarasota Rad gefahren.
Der Fahrradweg entlang der alten Bahnlinie ist sehr stark frequentiert und wenn jemand überholen will, klingelt er nicht wild herum, sondern ruft freundlich "passing on the left".




Dienstag, 7. Februar 2017

Die Florida Keys

Campgroud in Key West
Nach drei Tagen Key West sind wir nach einem gemütlichen, ausgedehnten Frühstück auf unserer herrlich gelegenen camp site heute ganz entspannt die Keys wieder hoch gefahren.
Exakt 100 Milen - vom Mile Marker 0 in Key West bis 100 (Key Largo).



Zuerst über die Lower Keys






dann über die Upper Keys

unterwegs immer wieder kleine "Paradiesinseln"

Wir sind heute bis Key Largo gekommen und haben ganz zufällig einen traumhaft schön gelegenen Campground gefunden:





Wer jetzt meint, in dem ruhigen und friedlich anmutendem Wasser ein erfrischendes Bad nehmen zu wollen, der sei gewarnt: der Schein trügt!

Sie lauern in den Mangroven rings rum ;-)

Trotzdem haben wir in der Minibucht ein paar schöne Stunden verbracht - nicht im Wasser, sondern mit einem Buch :-)


 Und den Abend haben wir romantisch ausklingen lassen.






Montag, 6. Februar 2017

Key West



Southernmost Point
Wir sind in KeyWest - und mit unserem Wohnmobil am Southernmost Point vorbei gefahren, dem südlichsten Punkt der kontinentalen USA (Hawaii liegt noch südlicher).
Hier waren wir vor ein paar Jahren schon gewesen, fanden den Betonklotz aber nicht so schön, dass es sich lohnte, für ein Foto Schlange zu stehen.
Aber heute mit mit dem Pössl - das war ein tolles Gefühl :-)


Wir sind hier drei Tage auf dem Boyds Campground für 90 $ die Nacht!
Aber wir haben eine sehr, sehr schöne camp site direkt an der Waterfront gelegen.



Gestern sind wir mit dem Bus nach Key West rein gefahren und stundenlang durch die Old Town gebummelt.


Hemmingways Haus





Ab und zu haben wir einen Cocktail getrunken, wie hier am Harbor Walk.




Rechtzeitig zum Sonnenuntergang sind wir am Mallory Scquare angekommen, wo sich jeden Abend Tausende Versammeln um die untergehenden Sonne zu feiern.






Wir haben das Spektakel vom Kreuzfahrtschiff-Pier aus beobachtet, da war längst nicht so viel Trubel.
Als wir gerade am Weglaufen waren, sagt ein Amerikaner zu uns: "Sprechen Sie Deutsch?"
"Jaa!" haben wir ausgerufen. Da sagte er, sein Name wäre Schmitthuber :-) und das wäre sein einziger Satz, den er auf Deutsch sprechen könne. Er habe immer gedacht, er hätte nur deutsche Vorfahren, aber seine Frau habe einen Gentest (!) machen lassen und dabei sei rausgekommen, dass er nur zu 12 % deutscher Abstammung sei, der "Rest" sei irisch. Mrs Schmitthuber ist dann auch noch dazu gekommen und hat erzählt, dass sie irisch-italienischer Abstammung sei. Wir haben uns dann noch eine ganze Weile nett unterhalten und viel gelacht. Die beiden kommen aus Wisconsin und Bruce hat erzählt, dass er geschäftlich viel unterwegs sei und dabei oft auf Walmart-Parkplätzen Wohnmobile sehen würde, die da über Nacht stehen. Ob das auch unsere Art zu reisen sei, hat er gefragt. Wir haben verneint und erzählt, dass wir gerne auf State Park Campgrounds gehen, weil die so wunderschön in der Natur lägen. Das kannten die beiden gar nicht, haben aber erzählt, dass sie für ihr Hotel in Key West über 300 $ für die Nacht bezahlen obwohl es kein exklusives wäre.
Da waren die 90 $ für unsere wunderschön gelegene camp site plötzlich gar nicht mehr so schlimm ;-)


Danach haben wir am Sunset Pier bei live Musik noch schön gegessen und uns noch einen Cocktail gegönnt.




Und heute Abend ist Super Bowl.
 Hartmut ist bei der Super Bowl Party des Campgrounds. Viele Camper sitzen aber auch vor ihren riesigen RV's oder Trailer und schauen "daheim" fern. Die meisten haben hier nämlich den Luxus von zwei Fernsehern, einer drinnen und einer in einer Außenstauklappe ;-) 

 Es ist hier jetzt glaub ich 21 h oder so, sitze ich mit meinem Laptop bei immer noch angenehmen Temperaturen hier neben dem Womo am Wasser, ein leichtes Windchen weht, ich atmete die frische, würzige Meeresluft ein und habe einen fantastischen Sternenhimmel über mir. 

Als ich vorhin beim Duschen war, bin ich einer Frau begegnet, die mir spontan zugerufen hat:
"What a wonderful night. I'm so lucky to be here!"




Donnerstag, 2. Februar 2017

Everglades City


Heute Nachmittag haben wir einen Ausflug nach Everglades City gemacht und waren natürlich wieder in dem idyllisch, direkt an der Chokoloskee Bay gelegenem Seafood Restaurant, das wir 2014 kennen und lieben gelernt haben. Ein ganz besonderes Gefühl, jetzt im eigenen Wohnmobil hierher gekommen zu sein :-)






Zuvor waren wir mit den Fahrrädern den Bike Trail gefahren, den wir vor zwei Tagen schon mal anvisiert hatten, die Ranger uns dann aber nicht mehr fahren ließen, weil es zu spät am Nachmittag dafür war. In der Dämmerung kämen die Panther heraus, hatten sie uns gesagt. Ein guter Grund, ihn nicht mehr zu betreten oder zu befahren!




Bevor man diesen Trail läuft oder mit dem Rad fährt, muss man sich bei den Parkrangern registrieren, damit sie wissen, wenn jemand vermisst wird.
Heute früh kamen wir zu einer sympthischen Rangerin in unserem Alter. Sie hat uns nochmal vor allen Gefahren gewarnt - und das waren nicht nur Panther. Hier würden auch mehrere Florida-Schwarzbären leben, die im Gegensatz zu ihren Verwandten im Norden keinen Winterschlaf hielten!
Außerdem lebe hier ein besonders großes Exemplar von Alligator, der sich manchmal mitten auf dem Fahrradweg sonnen würde. Man solle ihm auf keinen Fall zu nahe kommen, wir gehören zwar nicht zu seinem Beuteschema, aber er könnte sich bedrängt fühlen und gefährlich werden. Das gleiche gelte für die Schwarzbären. "Be one with the nature", hat sie zum Schluss gesagt, dann passiert euch nichts. Ein wunderbarer Spruch.


natürliche Straßensperre





Everglades


Sechs Nächte haben wir auf dem wunderschönen Campground im Collier Seminole State Park gebucht (vier davon sind schon vorbei), traumhaft in den Everglades gelegen, direkt am Tamiami Trail.
In der ersten Nacht und am Sonntag auch noch tagsüber hat es abgekühlt und geregnet, aber danach ging es aufwärts.


gegen die Moskitos haben wir uns ein Screenhouse zugelegt

Von hier aus sind wir Trails gegangen,





Fahrrad gefahren


und haben eine Kajaktour durch die Everglades gemacht.



Gestern waren wir auf Marco Island, das von vielen Kanälen durchzogen ist, an denen fast alle Anwohner Bootsanlegestellen haben.




Und heute haben wir Naples besucht:


Stadtstrand von Naples


Selfie ;-)

Old Naples 5th Avenue


Naples ist ein wohlhabender Ort im mediteranen Stil erbaut (der Name bedeutet ja auch Neapel) und bei einem Gang durch das Zentrum der Stadt, mit edlen Restaurants, sehr teuren Boutiquen und exclusiven Galerien, sieht man den Leuten - und auch den Villen und davor geparkten Autos - an, dass hier die richtig Reichen leben.