Montag, 13. Mai 2019

Black Hills


Nach einem gemütlichen Frühstück auf dem Campground - das erste im Freien auf dieser Reise - haben wir die Badlands über die malerische Scenic Route verlassen und uns auf den Weg Richtung Rapid City gemacht.



Schon seit mehreren hundert Meilen standen am Straßenrand immer wieder vielversprechende Hinweisschilder auf das Städtchen Wall.



Da wollen wir auch hin. Letztlich war es aber nur eine sehr touristisch aufgemachte Einkaufssstraße und wir haben uns nicht lange aufgehalten.



Schließlich wollten wir heute noch in die Black Hills!
Die Indianer nannten das höchste Gebirge zwischen Atlantik und Rocky Mountains "paha sapa" = Schwarze Hügel, wegen der dichten dunklen Bestände aus Ponderosakiefern.



Im Siedlungsvertrag von Fort Laramie 1851 wurden den Sioux u.a. die Black Hills als Siedlungsgebiet garantiert. Dennoch drang die Armee dort ein. Ein erneuter Friedensvertrag von Fort Laramie bestätigte 1868 die Besitzrechte der Indianer noch einmal, aber Gerüchte um Goldvorkommen machte die Weißen gierig, die Verträge wurden gebrochen und die Indianer ausgewiesen. Die Indianer sammelten sich und setzten zum letzten großen Kampf gegen die weißen Eindringlinge an. Zunächst verzeichneten sie auch den größten Erfolg ihrer Geschichte am Little Bighorn River. Einer der großen Kämpfer war der Sioux-Häuptling Crazy Horse.

1939 wollte der Sioux-Häuptling Henry Standing Bear den Weißen vermitteln, dass es unter den "roten Männern" ebenfalls verehrenswürdige Helden gab. So wurde mit der Erschaffung einer Riesenskulptur von Crazy Horse begonnen, als indianisches Gegenstück zum Mount Rushmore.



An der Skulptur wird immer noch gearbeitet. So soll sie nach der Fertigstellugn einmal aussehen:




Unser nächstes Ziel war Mount Rushmore, eines der bedeutendsten patriotischen Monumente der USA.


Den Zugang bildet die Avenue of Flags, wo die Flaggen sämtlicher US-Bundesstaaten wehen.


Dann steht man vor den vier in Granit gemeißelten Präsidentenköpfen.


Von links nach rechts: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln.

Mit dem Monument war 1927 begonnen worden. Der urprüngliche Plan, Skulpturen vom Kopf bis zur Taille zu schaffen, wurde wegen finanzieller Probleme fallen gelassen. Aber die Gesichtsmaße allein sind beeindruckend: über 18 Meter sind es vom Kinn bis zur Stirn!



Wir sind den Presidential Trail entlang gelaufen und kamen so den Skulpturen so nah wie nur möglich. Eine nette Besucherin hat sich angeboten, ein Bild von uns zu machen.








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