Mittwoch, 26. Februar 2014

Tamiami Trail und Flamingo






Endlich wieder mal Internet!
Wie lange ist es her? Ich weiß es gar nicht mehr - aber wir hatten eine sehr spannende Zeit seitdem!

Am Freitag haben wir uns einen ganzen Tag lang für den Tamiami Trail Zeit gelassen, der im Süden Floridas quer durch die Everglades verläuft. 













Ein boardwalk über Sümpfe mitten durch eine Landschaft aus "tanzenden Bäumen", wie sie von den Indianer genannt wurden




hat uns zu einem ganz bezaubernden Ort geführt, bei dem das Gefühl aufkam, irgendwann sei hier die Zeit einfach stehen geblieben.















Abschluss des erlebnisreichen Tages war eine Bootsfahrt durch die Sümpfe







Am Samstag sind wir dann zu einem vorreservierten Campingplatz im Osten von Miami aufgebrochen, um dort Frederik und Ricarda zu empfangen, die um 14.30 h planmäßig landen sollten. Wir hatten sogar wifi auf dem Platz, ganz langsam zwar, konnten aber immerhin nach mühseligen Versuchen auf der Air France Internetseite den Flug ein bisschen mitverfolgen und erkennen, dass er fast pünktlich gelandet war. Und dann folgte stundenlanges Warten, ohne dass wir etwas gehört haben...

Irgendwann kam dann ein Anruf, dass das Gepäck der beiden nicht mit ihnen angekommen sei und sie jetzt in der Mietwagenwarteschlange stünden und noch mindestens zwei Stunden (!) auf ihr Auto warten müssten!
Spät nachts sind sie dann doch noch bei uns angekommen, unterwegs hatten sie sich das Nötigste gekauft, da ja alle ihre Sommersachen in den Koffern waren.


Am Sonntag sind wir dann weiter gefahren Richtung Everglades National Park. Wir wollten ziemlich früh dort sein, da man auf dem Campground dort nicht vorreservieren kann. Es hat sich auch gelohnt: wir haben ein traumhaft schönes Plätzchen bekommen.




Dummerweise ohne Handyempfang - und wir haben ja dringend auf einen Anruf von Air France gewartet!
Die Rangerin am Parkeingang meinte, dass so fünf Meilen zurück an der Staatsstraße vielleicht Empfang sein könnte... Na gut, wir wussten ja, dass der Flieger aus Paris wieder erst am Nachmittag landen würde und hatten Zeit für eine schöne Radtour durch den National Park und sonstige Erkundigungen.





Wir kommen zurück, ich lege das Handy auf den Picknick-Tisch - und: es klingelt! Frederik hatte unsere Nummer ebenfalls als Erreichbarkeit angegeben. Eine nette Dame von Air France erklärt, die Koffer wären da und würden heute noch geliefert! Sie fragt nach der genauen Anschrift, da muss ich passen. Everglades National Park, Long Pine Key Campground, ca. zehn Meilen nach dem Visitor Center am Parkeingang, ganz einfach, nicht zu verfehlen! Ich frage nach: Sie werden wirklich heute noch geliefert? Ja, klar! Wir grillen am Lagerfeuer ein köstliches Abendessen und warten und warten und warten. Frederik hatte noch den Campground Host, informiert, damit der Bescheid weiß, wenn jemand spät noch auf den Campingplatz kommt. Aber es tut sich nichts. Bei einem weiteren Anruf bei Air France (das Handy geht wirklich nur exakt an unserem Tisch!) erfährt Frederik, dass erst ein Koffer da sei und sie erst ausliefern würden, wenn beide angekommen wären. Aha.
Nach einem weiteren Tag und zig Telefonaten endlich die erlösende Nachricht: der zweite Koffer ist auch da und beide würden heute noch geliefert werden. Die Dame fragt nach der genauen Anschrift, Frederik erklärt ihr erneut die Anfahrt zum Campground, doch sie lässt sich nicht drauf ein und meint, es  könne nur an eine "richtige Adresse" geliefert werden. Was tun? Der Campground hat nun mal keine. Die Dame ist nun nicht mehr ganz so freundlich und meint, sie würde sich doch bemühen, aber Frederik sollte mal ein bisschen kooperativ sein!?! Er bietet ihr an, dem Fahrer zum Visitor Center am Parkeingang entgegen zu fahren, wir suchen die Anschrift raus, sie will das mit der Lieferfirma besprechen. Dann wird ihr das doch zu kompliziert und sie gibt Frederik deren Telefonnummer. Der Mann in der Verwaltung dort ist auch einverstanden und sagt die Lieferung noch für den Abend zu. Er braucht aber als Erreichbarkeit für den Fahrer eine Festnetz-Nummer in Amerika! Haben wir aber nicht! Ja, dann gehts nicht, dann könne das Gepäck in eineinhalb Wochen in Miami abgeholt werden! Frederik diskutiert dann endlos mit dem Mann und bekommt schließlich von ihm die Nummer des Fahrers. Sie vereinbaren, dass er den Fahrer kontaktiert. Soweit so gut, dessen Nummer ist aber nicht erreichbar und die Mailbox noch nicht eingerichtet, angeblich hat der Fahrer "eine neue Nummer". Erneute Anrufe in der Zentrale, schließlich kommt irgendwie eine Dreierschaltung zu Stande und der Fahrer versichert, dass er die Koffer heute Abend um 20 h zum Visitor Center bringt. Frederik und Ricki fahren eine halbe Stunde vorher hin, warten, aber es kommt keiner. Wieder ein Anruf in der Zentrale, wieder eine Schaltung zum Fahrer, er sei immer noch in Miami, sagt er.
Um 22 h fahren sie nochmal hin, warten fast bis Mitternacht, nichts, sie erreichen jetzt auch keinen mehr. Vom Platz aus versuchen sie nochmal anzurufen und haben Glück: Sie erfahren, der Fahrer würde schon am vereinbarten Treffpunkt warten! Jetzt aber flott! Hartmut fährt mit Frederik zusammen hin - aber es ist keiner da. Bei einem weiteren Telefonat erfahren sie, dass er angeblich den Weg in den National Park nicht gefunden hätte!
Es gibt aber nur eine Straße dahin!
Er käme aber bestimmt am nächsten Morgen zwischen 8 und 9 h.
Um halb acht sind die beiden vor Ort, irgendwann kommt er tatsächlich - und er hat alle beide Koffer dabei!
Als Erklärung gibt er nun an, er sei in der Nacht vorher deshalb nicht in den National Park gefahren, weil er Angst vor den wilden Tieren dort hätte!!!

Ich weiß gar nicht, wie wir es geschafft haben, trotz alle dem so einen wunderbaren Tag in den Everglades zu verbringen. Wir sind mit dem "kleinen " Auto bis nach Flamingo gefahren, dort haben wir sogar richtige Krokodile !!! gesehen, die gibt es nur hier im äußersten Süden Floridas.

























und hier noch ein extra Bild für Bigi und Christel



Manatee in der Marina von Flamingo



Freitag, 21. Februar 2014

Everglades

Früh sind wir heute in Naples aufgebrochen, denn wir wollten in die Everglades!

Als erstes haben wir den Collier Seminole State Park angefahren, in der Hoffnung, dass wir, obwohl eine Reservierung nicht mehr möglich war, vielleicht zeitig doch noch ein Plätzchen ergattern könnten. Tatsächlich: Zwei freie Plätze gab es noch - aber leider nicht für die Größe unseres RV.

Nächstes Ziel: der Campground auf Chokoloskee Island! Unterwegs haben wir im Sumpf am Straßenrand unsere ersten Alligatoren gesehen!



Im Campground sagte man uns, dass sie noch einen Platz für eine Nacht frei hätten. Ja, das reicht uns! Wir wollten ihn uns nur kurz anschauen - und wussten gleich, dass dies ein Fehler war. In dem Moment kam nämlich ein Wohnmobil aus Texas auf den Platz gefahren. Und die waren schlauer als wir: Als wir vom Schauen zurück kamen, sagte die Lady, sie hätte sich getäuscht, es sei kein Platz mehr frei - und der Texaner hat gegrinst :-)

Wir sind dann sofort zum einzigen und sehr edlen RV Resort auf der Miniinsel Chokoloskee gefahren und haben erfolgreich einen Platz gebucht!
Nun konnten wir entspannt den Tag genießen.



Bei einem Spaziergang in Everglades City haben wir ein super schönes Seafood Restaurant entdeckt und sind spontan zu einem kleinen Mittagessen eingekehrt.





Im Everglades Nationalpark haben wir uns zu einer Bootsfahrt durch die "Ten Thousand Island" entschlossen und es nicht bereut. Ein beeindruckendes Erlebnis, durch die Mangroveninselwelt bis raus in den Golf von Mexiko zu fahren.




Kann man den Delphin erkennen? Die waren einfach zu schnell! Wenn du irgendwo gesehen hast, dass einer aus dem Wasser springt und die Kamera drauf gehalten hast, war er schon wieder untergetaucht.





 Heute Abend bei einem Rundgang über den RV Park haben wir festgestellt, dass hier fast nur Dauer-Urlauber sind, die nicht nur riesige Trailer oder Wohnmobile, sondern jeder auch noch ein Boot am Platz liegen haben. Ein Camper aus Maine, mit dem wir ins Gespräch gekommen sind, hat uns angeboten, dass das Lot neben seinem zum Verkauf stünde und es wäre doch nett, wenn wir seine Nachbarn würden....











Mittwoch, 19. Februar 2014

Fort De Soto



Heute war richtig Urlaub!
Es ging schon mit einem herrlichen Frühstück los - zu dem wir gleich wieder neugierigen Besuch bekommen haben.







Danach sind wir schnell umgezogen, der neue Platz ist fantastisch!



Und dann gings mit den Rädern los zum Fort... und zum Beach... und zum Fishing Pier...












Unterwegs hat sich Hartmut mit einem Angler unterhalten. Der dachte, er sei ein Kanadier, der hier überwintert - hihi  ;-)







Ein wunderbarer Tag!
Danke Doris und Heinz, für den guten Tipp mit dem Fort De Soto State Park (und allen anderen) und auch für den mit den Fahrrädern. Wir sind sehr froh darüber, dass wir die
dabei haben!









Montag, 17. Februar 2014

Suwannee River - Manatee Spring Park



Wir sind total happy!!!
Haben eben "the best camp site ever" in der Camping Area of Fort De Soto Park bekommen! Und haben sogar wifi an der Rezeption!



Nach mühevoller und frustrierender Campingplatzsuche in den letzten Tagen sind wir heute ohne Buchungsbestätigung auf "gut Glück" hier her gefahren - und haben den letzten(!) freien Platz bekommen "only for one night". Wir hatten zunächst nach zwei bis drei Nächten gefragt, das hat der Ranger gleich verneint. Auf die Frage nach einer Nacht hat er diesen wunderbaren Platz in seiner Übersicht gefunden! Und für morgen auch einen "nur für eine Nacht", wir müssen halt umziehen - fünf Plätze weiter - aber wieder ein super schöner, mit Blick aufs Meer.

Oh, gerade bekomme ich Besuch...





Diese schöne Neuigkeit musste ich schnell los werden, weil wir uns so freuen, dass wir hier diesen wunderschönen Platz  bekommen haben, da es wirklich sehr, sehr schwer ist einen Platz auf einem Campground, vor allem in einem State Park, das sind ja die allerschönsten Gegenden, zu bekommen. Unsere Campsite-Nachbarin hat gerade berichtet, dass hier ca. 1000 telefonische Anfragen täglich eingingen und die Leute im Office gar nicht alle Anrufe annehmen können. Jetzt weiß ich auch, warum wir ständig auf Warteschleifen landen, wenn wir anrufen und reservieren wollen und unsere Mails nicht beantwortet werden.
Sanibel Island zum Beispiel, ist kein State Park und trotzdem ist der Platz dort ausgebucht bis April(!) wie die Dame am Telefon uns gesagt hat.

Jetzt kommen aber erst ein paar Bilder von gestern, als wir vom Panhandle Richtung Tampa Bay gefahren sind und unterwegs einige Stunden im Manatee Springs State Park und am Suwannee River verbracht haben