Samstag, 18. Mai 2019

Old Faithful - West Yellowstone


Nachdem es sich während der Nacht richtig eingeregnet hatte, haben wir heute Morgen einen kurzen Lichtblick während des Dauerregens genutzt und noch einen Versuch gestartet, Jackson einen Besuch abzustatten. Wegen der frühen Stunde sind wir dann aber nicht in die "Million Dollar Cowboy Bar" gegangen, die uns Michaela und Toni empfohlen hatten, sondern haben nach einem kurzen Stadtbummel im "Cowboy Coffee" ein zweites Frühstück eingenommen.



Es fing schon wieder an zu regnen, so haben wir uns auf die Rückfahrt in den Yellowstone gemacht.

Wenigstens konnten wir heute einen einigermaßen ungetrübten Blick auf die Grand Tetons werfen.

Kurz darauf wurde es aber schon wieder düster und wir kamen tatsächlich in einen kurzen Schneeschauer!


Trotzdem hat man das Gefühl, dass der Yellowstone gerade aus dem Winterschlaf erwacht.

Beim Yellowstone Lake sind wir links abgebogen nach Westen. Unser erstes Ziel war der Old Faithful Geyser .


Es standen schon eine ganze Menge Leute da und haben auf den nächsten Ausbruch gewartet. Etwa alle 90 Minuten katapultiert der Geysir bis zu 32000 Liter heißes Wasser 27 bis 55 Meter hoch in die Luft.

Wir hatten keine Lust, uns in dritter oder vierter Reihe anzustellen und sind über Boardwalks Richtung Geyser Hill gelaufen.


Als wir fast auf der Rückseite des Old Faithful waren, hat Hartmut ein Grummeln gehört und mich aufmerksam gemacht. Als wir uns umgedreht haben, ist er gerade ausgebrochen! Ein unglaubliches Naturspektakel! Und wir standen in erster Reihe :-)



Nach wenigen Minuten zieht er sich wieder ins Erdinnere zurück, raucht noch ein bisschen und das heiße Wasser fließt als Bächlein in den Firehole River.

 

Hartmut wollte ja mal hinfassen und die Temperatur fühlen, aber ich war strikt dagegen, schließlich brauche ich ihn noch ein paar Tage als Chauffeur.


Über die Bordwalks liefen wir weiter, mitten durch die Schwefeldämpfe, blieben immer wieder fasziniert und staunend stehen, um an Pools zu verweilen, von denen wir die Namen inzwischen vergessen haben, weil es so viele waren. Zwischendurch ist irgendwo wieder mal ein Geysir in die Höhe geschossen, Wahnsinn! Wir finden beide, das war heute mit das Imposanteste, was wir je gesehen haben.


Hier kommen einfach mal ein paar Bilder von Stellen, die uns beeindruckt haben. Wohl wissend, dass sie nicht das Erlebte widergeben können.









Wieder fing es etwas an zu regnen und wir kehrten um. Auf dem Rückweg kamen wir noch am Castle Geyser vorbei - den Namen habe ich mir gemerkt.



Überall dampft und qualmt es.


Und inmitten dieser mystischen Welt leben Büffel.


Bei unserem Spaziergang haben wir die Zeit völlig vergessen und es war Abend geworden. Eigentlich hatten wir vorgehabt, heute noch weitere Schauspieplätze von Naturgewalten zu besuchen, aber dafür war es jetzt zu spät.

Im Yellostone Nationalpark sind die meisten Campgrounds noch geschlossen und die zwei offenen waren ausgebucht. So mussten wir uns in West Yellowstone außerhalb des Parks für die Nacht einen RV Park suchen.

Auf der Fahrt dahin hatten wir noch ein Erlebnis der besonderen Art:

Wiedermal haben wir Büffel am Straßenrand fotografiert....


... als diese urplötzlich den Abhang runter gejumpt sind und über die Fahrbahn rannten.


Dann haben sie wie selbstverständlich die Brücke über den Firehole River benutzt.
Wollten sich wohl die Füße nicht nass machen im kalten Wasser ;-)




Freitag, 17. Mai 2019

Yellowstone



Wieder durch hohe Bergmassive und auf kurvigen Straßen ging es durch eindrucksvolle Landschaften vom Osten her Richtung Yellowstone.



Am Sylvan Pass waren wir wieder mitten im Schnee und der Sylvan See ist noch völlig zugefroren.




 
Bald konnten wir in der Ferne schon den auftauenden Lake Yellowstone erkennen.


 
Große Flächen der Wälder im Yellowstone fallen immer wieder Waldbränden zum Opfer. Toll zu erkennen, dass zwischen den verbrannten Stämmen schon wieder frisches Grün sprießt – the circle of life.



 Nach ein paar Spitzkehren haben wir plötzlich unseren ersten Büffel am Straßenrand gesehen. 


   Dann waren wir endlich unten am See angekommen...


... und haben als Kostprobe von dem, was uns hier im Yellowstone erwarten soll, gleich ein paar Rauchschwaden von den hier allgegenwärtigen heißen Quellen ziehen sehen.


 Nach einem kurzen Picknick bei herrlichem Wetter am See



 haben wir uns zum West Thumb Geyser Basin aufgemacht.



Auf den Boardwalks konnte man sich ja einigermaßen sicher fühlen, trotzdem war es ein gruseliges Gefühl, zu wissen, dass unter einem die Erde brodelt. Unter der hier nur drei Kilometer dicken Erdkruste finden ständig vulkanische Aktivitäten statt, so dass aus den Löchern sprudelnd und blubbernd heißes Wasser und Schwefeldämpfe zutage treten.






Plötzlich kamen überfallartig von allen Seiten ganze Busladungen lärmender asiatischer Touristen auf die Boardwalks gestürmt und übervölkerten sie. Das war ein Geräber! Die waren so störend laut, dass keine Naturgeräusche mehr zu hören waren, kein Zischen und Sprudeln mehr und kein Blubbern und auch die Stille zwischen den Ausbrüchen nicht mehr.



Aber wir hatten auch bereits alle Geräusche, Gerüche und Pastelltöne intensiv in uns aufgenommen, so dass wir weitergefahren sind.


Um zum Grand Teton National Park zu kommen, haben wir den Yellowstone nach Süden hin über den Rockefeller Memorial Parkway wieder verlassen.


Leider wurde das Wetter zusehends schlechter, es fing erst leicht an zu regnen, und als wir in Jackson ankamen hat es geschüttet wie aus Kannen, so dass wir leider gar nicht aussteigen konnten/wollten. 


 So sind wir nur noch auf den Campground gefahren und hören jetzt zu, wie es draußen gewittert, der strömende Regen immer noch aufs Wohnmobildach prasselt und beobachten die Blitze in den Bergen.





Donnerstag, 16. Mai 2019

Wyoming






Wyomng ist geprägt durch weite Ebenen und die Rocky Mountains.
In die haben wir uns heute Früh Richtung Yellowstone aufgemacht.
 






Über Serpentinenstraßen haben wir uns durch den Bighorn National Forest auf den Granit Pass hochgeschlängelt und uns plötzlich mitten in einer Schneelandschaft wiedergefunden.



Gut, dass die Straßen schneefrei waren, denn drüben ging es genauso steil und kurvig wieder runter


bis wir uns auf einer Hochebene befanden.






Inzwischen sind wir im netten Touristenstädtchen Cody, am Shoshone River gelegen, angekommen.


Der Ort wurde 1896 von William Frederick Cody, genannt Buffalo Bill, gegründet und nach ihm benannt. Deshalb gibt es hier auch das Original Buffalo Bill Museum.
Buffalo Bill ist durch seine Wildwest-Show bekannt geworden, mit der er 1890 und 1906 auch in Deutschland aufgetreten ist. Für die Show brachte er ein riesiges Aufgebot an Menschen und Tieren mit nach Europa, es gelang ihm sogar, indianische Häuptlinge, wie zum Beispiel Sitting Bull, dafür zu engagieren.  In 30 Eisenbahnwaggons(!) reiste er mit Hunderten von Indianern, Cowboys, Pferden und Büffeln durchs Land!


Im Visitor Center von Cody haben wir uns schon mal mit ersten Informationen über den Yellowstone National Park versorgt,


und dann einen gemütlichen Stadtbummel gemacht.


Cody hat angeblich im Jahr 300 Tage Sonnenschein. Wir hatten bei unserem Stadtbummel auch Glück mit dem Wetter. Es war zwar bewölkt, aber richtig schön warm, sehr angenehm.